Kompetenzen - Psychologische Sachverständigengutachten für Familiengerichte von der Diplom-Psychologin Viola Weinrank  


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Viola Weinrank

Das Studium der Psychologie und Pädagogik an der Universität Bielefeld mit dem akademischen Abschluß der Diplom-Psychologin qualifiziert mich u. a.:

  • zur Begutachtung diverser Problemlagen und Ausarbeitung angemessener Lösungen in verschiedenen gesellschaftlichen Feldern, beispielsweise im familiengerichtlichen Verfahren;
  • zur Ausübung mediativer Methoden, welche Konfliktparteien
    in ihrem Bestreben fördern, ihre Auseinandersetzungen in
    Eigenverantwortung zu bearbeiten und zu lösen.
  • zur Anwendung mediativer Methoden, welche die Konfliktparteien in dem Bestreben fördern, ihre Auseinandersetzungen eigenverantwortlich und sachlich zu führen und gemeinsam tragbare Lösungen zu finden;
  • zur Förderung psychischer Veränderungsprozesse und Bewältigung sozialer Probleme;
  • zur Anwendung aller Methoden der psychologischen Diagnostik und zur Erstellung psychologischer Gutachten.
  • Systemischer Paar- und Familienberatung

Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

Europsych

Zertifikat EFPH

Registered EuroPsy Psychologist (EFPH)

Die Verleihung des Zertifikats EuroPsy, stellt europaweit eine Gewährleistung für Klienten und Auftraggeber auf folgender Basis dar:

  • Nachgewiesener Abschluss eines akademischen Curriculums in Psychologie im hinreichenden Umfang
  • Nachgewiesene umfangreiche Feldkompetenz bei der Durchführung professioneller Tätigkeit im Bereich der Rechtspsychologie unter regelmäßiger Supervision (vorliegend Begutachtung im familiengerichtlichen Verfahren)
  • Verpflichtung auf europäische und nationale ethische Grundsätze für Psychologen
  • Die Verpflichtung zur aktiven Wahrung der Kompetenz, wie beispielsweise durch Fortbildungen

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Beratung

Zu dem Konzept meiner freien psychologischen Beratungspraxis für Eltern aus allen sozialen Schichten gehört neben der psychologischen Einzel-, Paar- oder Familienberatung auch die Durchführung von Elternkursen und die psychologisch-systemische Erziehungsberatung.

Als freiberufliche Mitarbeiterin war ich bei einem freien Träger der Hamburger Jugendhilfe (S&S gemeinnützige Gesellschaft für Soziales mbH) in der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe mit der professionellen Begleitung von Multiproblemfamilien im Rahmen der sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) beauftragt.

Hierbei handelte es sich um gestörte Familiensysteme (Trennung, Gewalt, chronische Krankheiten, Misshandlung und Missbrauch, Sucht), die eine intensive aufsuchende Betreuung von 5 bis 10 Wochenstunden erfuhren.

Bei einem freien Träger der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe (S&S gemeinnützige Gesellschaft für Soziales mbH) wirkte ich maßgeblich an der Entwicklung und Konzeption des Projektes „ Lösungsorientierte Beratung für strittige Sorgerechtsfälle und Umgangsregelungen“ mit.

Während des Studiums hatte ich Gelegenheit, mehrjährig intensive Erfahrungen in der Akutpsychiatrie auf einer geschlossenen und auf einer offenen allgemeinpsychiatrischen Station zu sammeln. Zuerst in Praktika und anschließend in fester Anstellung konnte ich mir dort relevante praktische Kenntnisse aneignen, die es mir heute ermöglichen, psychiatrische Erkrankungen in den von mir untersuchten Familien, beispielsweise bei den Eltern, einzuschätzen.

Interessante und nicht zu missende Einblicke gewährte mir die Dozententätigkeit in den Fächern Pädagogik, Psychologie und Sozialmedizin für Auszubildende in der Krankenpflege.Interessante und nicht zu missende Einblicke gewährte mir die Dozententätigkeit in den Fächern Pädagogik, Psychologie und Sozialmedizin für Auszubildende in der Krankenpflege.

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Weiterbildung

Durch eine umfassende Weiterbildung in „Systemischer Paar- und Familienberatung“ am Hamburger Institut für systemische Weiterbildung (HISW) wurde mir die systemische Perspektive – die klinische Theorie und Methodik zur Erklärungvon psychischen Störungen – besonders vertraut.

Psychische individuelle Symptome werden als Ergebnis von krankheitserzeugenden und die Krankheit aufrechterhaltenden Beziehungsmustern im Kontext wichtiger Bezugspersonen gesehen.

Fortbildung in Familienmediation sowie Trennungs- und Scheidungsmediation am Zentrum für Praxisentwicklung (ZEPRA) qualifiziert mich ferner mit Hilfe mediativer Methoden vermittelnd einen gemeinsamen Elternvorschlag zu erarbeiten.

Unter der Voraussetzung einer diesbezüglichen gerichtlichen Fragestellung kann eine einvernehmliche Lösung in streitigen Umgangs- und Sorgerechtsfragen angestrebt werden. Bei ctp-Offenbach (familienpsychologische Sachverständigengutachten, Fortbildung, Supervision) absolvierte ich die zertifizierte Ausbildung zur Sachverständigen für Familiengerichte und eignete mir umfangreiche fachspezifische, diagnostische und familienpsychologische Inhalte an. Außerdem wurden von mir drei anonymisierte Sachverständigengutachten aus der Praxis eigenständig bearbeitet.

Weitere Fortbildungen:

  • Die Begutachtung in der Familiengerichtsbarkeit: Familienrechtliche Fragestellungen bei Trennung und Scheidung, Sorge- und Umgangsrecht (Dr. Rainer Balloff, Berlin).
  • Die Begutachtung in der Familiengerichtsbarkeit: Familienrechtliche Fragestellungen bei Kindeswohlgefährdung und Erziehungsfähigkeit (Dr. Rainer Balloff, Berlin).
  • Durchführung und Auswertung des Geschichtenergänzungsverfahren zur Erfassung der Bindung in der mittleren Kindheit (Dr. Lilith König, Heinrich-Heine Universität, Düsseldorf).
  • Psychologie der Zeugenaussage (Prof. Dr. Heinz Offe, Bielefeld)

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und Menschenbild

Aufgrund meiner Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz ist es mir möglich, im Vorfeld psychische Störungen zu klassifizieren und anschließend Psychotherapie zur Linderung und Überwindung dieser Störungen anzubieten.

Die von verschiedenen Fachverbänden festgelegten Qualitätsstandards für psychologisch-diagnostische Gutachten, werden stets berücksichtigt.

Mitgliedschaften: Berufsverband Deutscher Psychologen BDP Deutscher Familiengerichtstages e.V.

Ressourcenorientierung: Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass jedes familiäre System über alle Stärken und Kräfte verfügt, die es zur Bewältigung von Krisen benötigt. Familien, die in einem gerichtlichen Verfahren stehen, können bzw. konnten diese Ressourcen nicht abrufen; obwohl sie grundsätzlich vorhanden sind, bleiben sie fast ungenutzt.
Folglich werden in meinen Expertisen grundlegend Bewältigungsstrategien, Qualität des sozialen Netzwerkes und Eigenpotenziale der Beteiligten erforscht.

Elternverantwortung und Kindeswohl: Mit einer konstruktiven Sichtweise auf die Familiensysteme ist es bei entsprechender gerichtlicher Fragestellung möglich, einvernehmliche Lösungen mit den Eltern auszuarbeiten.
Hierbei ist es wichtig, die Wahrnehmung der Elternverantwortung zu mobilisieren. Das Wohlergehen eines Kindes ist Ausdruck für die Qualität von Beziehungsdynamiken zwischen Kind und Eltern sowie den Bezugspersonen untereinander. Deshalb wird das Kindeswohl ausschlaggebend stabilisiert, wenn Eltern dazu motiviert werden können, einerseits neben all ihren Konflikten miteinander ihrer elterlichen Verantwortung gerecht zu werden und andererseits zugunsten ihres Kindes wieder miteinander zu kooperieren.

Erziehungsfähigkeit und Kindeswohl: Das Kindeswohl kann durch mangelnde Erziehungsfähigkeit der Eltern massiv beeinträchtigt sein, beispielsweise, wenn eine nachgewiesene Krankheit negative Konsequenzen für das Erziehungsverhalten und somit für das Kind hat. Die Beurteilung der betroffenen Eltern erfolgt in meiner Überprüfung ausschließlich kindeswohlabhängig. Dies bedeutet, elterliches Verhalten wird grundsätzlich im Hinblick auf die Auswirkungen für das Kind beurteilt. Die Aufrechterhaltung der Eltern-Kind-Beziehung steht hierbei im Mittelpunkt.

Schwerpunkte fallübergreifender Kriterien aus Sicht des Kindeswohles: Neben den bekannten Kriterien bei strittiger elterlicher Sorge, die von der familiengerichtlichen Rechtsprechung entwickelt wurden, berücksichtige ich in meiner Untersuchung das Kriterium der elterlichen Präsenz. Elterliche Präsenz schließt erstens die verlässliche physische Anwesenheit der kindlichen Bezugsperson ein, zweitens die psychische Fähigkeit, eine elterliche Rolle tatsächlich wahrzunehmen und zu besetzen, ohne dabei die Eltern-Kind-Ebene mit der Paarebene zu vermischen. Im familiären Alltag kann sich die psychische Präsenz beispielsweise in einer adäquaten Form der Grenzsetzung dem Kind gegenüber zeigen.

Lösungsorientiertes Vorgehen und einvernehmliche Lösungen: Bei der Begutachtung gehe ich lösungsorientiert im Sinne der Interventionsdiagnostik ausschließlich in Bezug auf die gerichtliche Fragestellung vor. Wenn diese es verlangt, wird die Möglichkeit einvernehmlicher Lösungen gründlich untersucht und die Eltern werden motiviert, in einen konstruktiven Dialog zu treten.

Kindgemäße Kontakte: Die Kinder werden auf altersgerechte und kindgemäße Art und Weise in die Untersuchung einbezogen. Die Explorationen werden mit spielorientierten Mitteln gestaltet, wobei ein verhörähnliches Gespräch absolut vermieden wird.

Transparenz: Ein höchstes Maß an Transparenz hinsichtlich der angewandten Methoden sowie des diagnostischen Prozesses ermöglicht es den Betroffenen, Vertrauen zur Gutachterin aufzubauen. Diese Transparenz fördert auch die Bereitschaft, mit mir zusammen zu arbeiten.

Empathie, Wertschätzung und Neutralität: Eine empathische Grundhaltung und die bekundete Wertschätzung allen Beteiligten gegenüber führt bei diesen zu erhöhter Selbstwahrnehmung und sichert dadurch meine Neutralität als Sachverständige. Im Übrigen schützt Neutralität die außen stehende Fachkraft grundsätzlich davor, in bestehende Beziehungsmuster verstrickt zu werden.

Kindliche Bedürfnislage und Lebensbedingungen: Eine günstige Relation zwischen der Bedürfnislage des Kindes und seinen Lebensbedingungen dient der gesunden Persönlichkeitsentwicklung und entspricht somit dem Kindeswohl. Diese Beschreibung ist jedoch als Bezugspunkt unzureichend, wenn es um die Untersuchung einer vermuteten Kindeswohlgefährdung oder um deren Abwendung geht. Deshalb werden bei der Begutachtung soziale sowie familiäre Risiko- und Schutzfaktoren (Lebensbedingungen) herangezogen und den kindlichen Bedürfnissen gegenübergestellt.

DAS KINDESWOHL

ist entscheidend